Apotheken
Die Rolle von Luzerner Apotheken in der Wundversorgung
Apotheken spielen eine zentrale Rolle in der Wundversorgung, weil sie schnell, kompetent und ohne lange Wartezeiten professionelle Hilfe leisten können. Sie sind wohnortsnah, gut erreichbar – meist auch per ÖV - und verfügen über speziell geschultes Fachpersonal, das viele akute Gesundheitsprobleme und somit auch die Wunden direkt beurteilen und behandeln kann. Bei der Wundbehandlung ist eine schnelle, fachgerechte Behandlung der Wunde äusserst wichtig. Die Erstbeurteilung, bzw. Behandlung in der Apotheke erfolgt ohne Voranmeldung oder Termin.
Die Beratung findet dabei je nach Art der Wunde in einem separaten Raum statt, in dem die Fachpersonal die Erstversorgung vornimmt, triagiert oder geeignete Produkte empfiehlt. Falls nötig können Tests wie z. B. Entzündungsabklärungen durchgeführt oder Patientinnen und Patienten an eine geeignete Fachstelle weitergeleitet werden. Ein entscheidender Pluspunkt in der Wundversorgung ist, dass Apothekerinnen und Apotheker in der Schweiz bestimmte rezeptpflichtige Arzneimittel ohne ärztliche Verschreibung abgeben dürfen. Dazu gehören auch höher dosierte Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen, die bei schmerzhaften oder entzündeten Wunden wichtig sein können. Die Abgabe erfolgt strukturiert über einen Fragenkatalog und unter klaren gesetzlichen Vorgaben – sicher, verantwortungsvoll und schnell.
Darüber hinaus gehören weitere pharmazeutische Dienstleistungen wie Gesundheitschecks, Beratungen zu akuten Beschwerden oder zu präventiven Massnahmen zu unserem Angebot. Dazu gehört auch das Impfen: Nebst der Wundversorgung können Apotheken mit einem kleinen Pieks (z.B. bei einer Starrkrampfimpfung) dazu beitragen, dass Wunden schnell vergessen sind.
Für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Wundnetzwerk ist ein Zusammenspiel aller Akteure notwendig. Kommunikation auf Augenhöhe und kurze Wege im Austausch von Fachperson zu Fachperson helfen den Patienten und führen zu einem konstruktiven Miteinander.