Integrierte Versorgung & Behandlungspfade

Wundversorgung ist mehr als Wundbehandlung: Nicht einzelne Angebote stehen im Zentrum, sondern der Behandlungspfad und die Verbindung der vorhandenen Kompetenzen.

Der Behandlungspfad

Menschen mit chronischen und komplexen Wunden werden vom Erstkontakt über Diagnostik und Behandlungsplanung bis zur wohnortnahen Versorgung und Reevaluation begleitet. Ausgangspunkt ist immer die ätiologische Diagnostik; auf dieser Grundlage entsteht gemeinsam mit Pflege und weiteren beteiligten Gesundheitsberufen ein individueller Behandlungs- und Versorgungsplan.

Erkennen → Diagnostizieren → gemeinsam planen → koordiniert behandeln → Verlauf überprüfen.

Gemeinsame, verbindliche Behandlungspfade – definierte Abläufe von Diagnostik und Therapie bis zur ambulanten Weiterbetreuung und Reevaluation – werden im Netzwerk erarbeitet in Entwicklung.

Anschluss an die Strategie des Kantons

Die Ausrichtung schliesst an die Strategie «Integrierte Gesundheitsversorgung Kanton Luzern (IGeL) 2035 ff.» an ( integrierte-gesundheitsversorgung.lu.ch). Der Kanton beschreibt Gesundheitsnetzwerke als verbindliche, institutionalisierte Zusammenarbeit von Fachpersonen und Organisationen, welche vorhandene Ressourcen bündelt und koordiniert einsetzt. Für spezialisierte Gesundheitsnetzwerke stehen Interprofessionalität, ein gemeinsames Versorgungskonzept, die Einbettung in bestehende Versorgungsstrukturen, Gesundheitskompetenz und der Einbezug von Patientinnen und Patienten im Vordergrund.

Was wir damit erreichen wollen

Die ätiologische Abklärung beschleunigen, Chronifizierung und Komplikationen möglichst vermeiden, Behandlungspfade klären, stationär-ambulante Übergänge verbessern, Doppelspurigkeiten reduzieren, Gesundheitsfachpersonen entlasten und Lebensqualität, Mobilität und Selbstständigkeit erhalten. Qualität entsteht nicht durch möglichst viele Leistungen, sondern durch die richtigen Leistungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort.